Schwere Kindheit….

Ein Prozesstag…ein Angeklagter… soweit so gut, dieser Angeklagte schildert sein bisheriges Leben. Immerhin ist er schon 18. Über Zigaretten, Alkohol und Marihuana ist man an die harten Drogen gelangt. Hauptschule abgebrochen und wegen familiärer, wirklich tragischer, Geschehnisse kommt ein Heimbesuch zum nächsten. Immer wieder wird ausgerissen und dann kommen die ersten Polizeiaufgriffe wegen Diebstahl, Drogen und sogar räuberische Erpressung ist dabei.

Gerade ein aktueller Fall aber viele Kindheiten die vor dem Haftrichter enden erzählen ähnliche Geschichten. Ist dies eine Entschuldigung für das Ignorieren bestehender Gesetze? Kann ich deswegen durch die Gegend gehen und anderen Menschen  Leid zufügen?

Oder kann man davon ausgehen das sie kein Unrechtsempfinden besitzen, weil ihnen es nie gezeigt wurde?

One Response to “Schwere Kindheit….”

  1. Carsten sagt:

    Die Antwort auf die Frage kann nur lauten: Nein, man darf es nicht und ja, Sie besitzen kein Unrechtsempfinden. Die Frage anschliessend lautet: Wird diese These eher als Freibrief verunglimpft und von den entsprechenden Tätern prostituiert oder sind hier eher die Kehrseiten unserer satten Gesellschaft zu finden? Jeder möge sich hier selbst ein Bild machen und seine Meinung innerlich fertigen. Ich meine, dieses Kindheitsargument wird nicht dadurch besser, dass es immer und immer wieder aus dem Hut gezaubert und wiederholt wird. Mir ist diese ” Lösung ” zu einfach…….auf BEIDEN Seiten. Eine Diskussion, wie man mit solchen Tätern umgehen sollte, ist müssig und soll hier mal ” Außen vor ” bleiben. Ein kluger Kopf sagte mal: Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft kann man an der Tatsache ausmachen, wie diese mit Ihren Gefangenen umgehen. Ich meine jedoch, dass hier die Opfer zu kurz kommen. Ich würde es so formulieren: Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft kann man daran erkennen, wie intelligent diese mit Gefangenen umgeht und wie sie die Opfer durch einen ständigen Lernprozess schützt.

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